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Der Schlegeisspeicher Wasserstand

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Der Schlegeisspeicher Wasserstand ändert sich im Laufe des Jahres
Der Schlegeisspeicher Wasserstand ändert sich im Laufe des Jahres

Wie hoch ist der Wasserstand im Schlegeisspeicher?

Der Schlegeisspeicher im Zillertal ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern vor allem ein Energiespeicher. Sein Wasser wird zur Stromerzeugung genutzt – und der See dient dem Hochwasserschutz. Deshalb verändert sich sein Wasserstand im Laufe des Jahres sehr deutlich. Im Winter (etwa von Dezember bis Februar) ist der Speicher meist auf seinem niedrigsten Stand. Das liegt daran, dass in dieser Zeit kaum Schmelzwasser aus den Bergen in den See fließt. Zudem braucht man im Winter den Strom und dann wird das gespeicherte Wasser zur Stromproduktion verwendet. Dann kann der riesige Speicher fast leer werden. Besucher sehen das aber im Regelfall nicht, weil die Zufahrt zum Schlegeis Stausee im Winter nicht möglich ist.

Sobald im Frühling die Temperaturen steigen, beginnt die Schneeschmelze und der Speicher füllt sich nach und nach. Es braucht einige Wochen, bis das riesige Staubecken wieder gefüllt ist – obwohl zur Zeit der Schneeschmelze sehr viel Wasser hinein strömt. Selbst im Juni ist der Schlegeisspeicher noch nicht voll. Es braucht Wochen bis der Schlegeisspeicher zu 80% gefüllt ist. Das ist normalerweise im Juli der Fall. Der maximale Wasserstand wird zwischen Juli und September erreicht. In dieser Zeit fasst der Schlegeisspeicher sein komplettes Volumen von bis zu 126,5 Millionen Kubikmetern Wasser. Dann kannst du den türkisfarbenen See am besten genießen.

Im Herbst beginnt der Wasserspiegel ab Oktober dann langsam wieder zu sinken. Zum einen wird der Zufluss des Wassers geringer und zum anderen ist das wieder die Zeit, wo mehr Strom gebraucht wird – und mit dem Stausee erzeugt wird. Der Betreiber des Kraftwerks – der Energieversorger VERBUND – nutzt ab Spätherbst gezielt das Wasser zur Stromproduktion. Es ist die Zeit, wo der Strombedarf hoch ist. Gerade bis in den Februar hinein leert sich damit auch der Schlegeis Stausee. Gleichzeitig ist das wichtig, um Platz für die nächste Schneeschmelze zu schaffen.

AKTUELLER WASSERSTAND IM SCHLEGEISSTAUSEE
Der Wasserstand unterliegt auch den Schwankungen der Natur: Wenn es überdurchschnittlich viel regnet, kann der Wasserstand höher sein. Gleichzeitig muß immer genügend freier Platz im Speicher sein, um das Wasser von Unwettern aufzufangen. So werden die Orte im Zillertal vor Hochwasser bewahrt. Wenn du den aktuellen Wasserstand wissen möchtest, geht das ganz schnell mit einem Blick durch die Webcam. Sie liefert dir die aktuelle Füllhöhe des Speichersees.
–> Webcam Schlegeis Stausee

Wird der Schlegeisspeicher abgelassen?

Ja, der Schlegeisspeicher wird regelmäßig abgelassen – das ist völlig normal und gehört zum Betrieb des Wasserkraftwerks dazu. Etwa alle 10 Jahre wird der Speicher komplett geleert, um technische Anlagen wie Grundablässe oder die Staumauer zu kontrollieren und zu warten. Das passiert aber normalerweise in einer Zeit, zu der keine Besucher den Stausee besuchen. Im Winter 2026 war es soweit und man konnte den fast leeren Stausee sehen. Hier das Bild der Webcam vom März 2026 – als der Speicher fast komplett leer gewesen ist:

Schlegeisspeicher Wasserstand im März 2026

Kann man das versunkene Dorf im Schlegeisspeicher sehen?

Immer wieder fragen Besucher des Schlegeisspeichers, ob es unter dem türkisblauen Wasser ein versunkenes Dorf gibt. Doch das ist ein Mythos, der sich zwar hartnäckig hält, aber nicht der Wahrheit entspricht. Tatsächlich befand sich vor dem Bau der Staumauer in den 1960er-Jahren eine ursprüngliche, alpine Kulturlandschaft im Tal: mit einzelnen Almhütten und der alten Dominikushütte aus dem Jahr 1883. Ein richtiges Dorf mit Kirche, Wohnhäusern oder Straßen, wie man es etwa vom Reschensee in Südtirol kennt, hat es hier aber nie gegeben.

Auch bei sehr niedrigem Wasserstand – zum Beispiel im Spätwinter, wenn der Speicher fast vollständig geleert wird – tauchen keine Hausruinen oder Überreste auf. Mit etwas Glück lassen sich vereinzelt die Baumstümpfe sehen, die an die frühere Nutzung des Tals erinnern. Wir haben das im Juni bei unserem Spaziergang am Uferweg gesehen. Wer sich für die Geschichte interessiert, kann sich direkt vor Ort informieren: Bei der Dominikushütte gibt es historische Fotos und spannende Erzählungen vom Hüttenwirt Heiko. Außerdem kannst du eine Führung durch die Staumauer machen, dort bekommst du auch interessante Einblicke über den Speichersee.

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